Telearbeit: Arbeiten im Home Office

Nicht an einem festen Arbeitsplatz zu sitzen, sondern daheim am Küchentisch oder im heimischen Arbeitszimmer zu sein und von dort aus Geld zu verdienen, ist der Traum vieler Erwerbstätiger. Dank zahlreicher Jobmöglichkeiten muss dieser Traum kein solcher bleiben, denn die Telearbeit bietet zahlreiche Vorteile sowohl für den Arbeitenden als auch für Unternehmen.

Begriffsklärung: Telearbeit und Arbeitsplatz

Der Begriff des Arbeitsplatzes ist selbsterklärend: Er bezeichnet den Ort, an dem ein Arbeitnehmer oder Selbstständiger täglich die meiste Arbeitszeit verbringt und seine berufliche Tätigkeit ausübt. Viele Menschen bringen damit automatisch das Büro in Verbindung (sofern es um die Tätigkeit in der Verwaltung geht). Der zentrale Arbeitsplatz ist allerdings längst nicht mehr zwingend nötig, denn das Internet macht’s möglich: Daten können online bearbeitet, in der Cloud gespeichert und von jedem Ort der Welt aus genutzt werden:

Eventuell nötige Zugangsrechte bzw. deren Einräumung einmal vorausgesetzt, ist es für viele Jobs nicht nötig, unbedingt in einem festen Büroraum zu sitzen und dort jederzeit erreichbar zu sein. Ein Telearbeiter ist mit seinem Computer ausgestattet, mit den nötigen Peripheriegeräten, einem leistungsfähigen Internetanschluss und einem Telefon. Schon kann die Telearbeit losgehen und das Homeoffice wird zum Arbeitsplatz.

Als Telearbeit werden die Tätigkeiten bezeichnet, die im Home Office ausgeübt werden. Dabei gibt es eine Reihe von Angestellten, die für ihren Arbeitgeber die Tätigkeiten von zu Hause aus erledigen. (#01)

Als Telearbeit werden die Tätigkeiten bezeichnet, die im Home Office ausgeübt werden. Dabei gibt es eine Reihe von Angestellten, die für ihren Arbeitgeber die Tätigkeiten von zu Hause aus erledigen. (#01)

Was ist Telearbeit?

Als Telearbeit werden die Tätigkeiten bezeichnet, die im Home Office ausgeübt werden. Dabei gibt es eine Reihe von Angestellten, die für ihren Arbeitgeber die Tätigkeiten von zu Hause aus erledigen. Für die Arbeitnehmer spielt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine Rolle, für das Unternehmen hingegen der Platzgewinn bzw. dadurch erzielte Einsparungen. Doch es gibt auch immer mehr Selbstständige, die die Telearbeit für sich entdeckt haben. Wer einen Job ausübt, bei dem er keinen Kundenverkehr hat und folglich kein repräsentatives Büro benötigt, kann auch am Küchentisch, auf der Hollywoodschaukel oder im Garten sitzen, wenn er seine Aufgaben erledigt. Vor allem Erwerbstätige aus kreativen oder publizistischen Berufen sind hier im Vorteil und können ihrem Beruf von überall aus nachgehen.

Als Telearbeiter nutzen sie dabei verschiedene Kommunikationswege, wobei E-Mails und soziale Netzwerke dabei die größte Rolle spielen. Wer als Arbeitnehmer für ein Unternehmen in Telearbeit tätig ist, ist meist mit dem Firmennetzwerk direkt verbunden, sodass auf die bearbeiteten Dateien auch die Mitarbeiter Zugriff bekommen, die fest in der Firma arbeiten müssen und dort ihren Arbeitsplatz nutzen. Eine weitere Kommunikationsmöglichkeit für Telearbeiter stellt sich durch Telefonkonferenzen dar, bei denen tägliche Besprechungen oder Projektabsprachen mit Kollegen möglich sind. So ergibt sich, dass die Mitarbeiter eines Unternehmens nicht einmal im gleichen Land sein müssen, damit sie zusammenarbeiten können.

Als Telearbeiter nutzen sie dabei verschiedene Kommunikationswege, wobei E-Mails und soziale Netzwerke dabei die größte Rolle spielen. (#02)

Als Telearbeiter nutzen sie dabei verschiedene Kommunikationswege, wobei E-Mails und soziale Netzwerke dabei die größte Rolle spielen. (#02)

Verschiedene Formen der Telearbeit

Telearbeit ist nicht immer gleich – bei einer Betrachtung fallen schnell die Begriffe „alternierend“ oder „permanent“ ein. Und was ist eigentlich mobile Telearbeit? Bei einer Unterscheidung der Formen der Telearbeit gibt es zum einen die permanente Tätigkeit von zu Hause aus. Die Heimarbeit findet einzig von der Wohnung oder einem Arbeitszimmer aus statt, der Arbeitgeber stellt keine Bürofläche zur Verfügung. Vor allem junge Eltern nutzen diese Form gern, können sie damit doch Kind und Wiedereinstieg ins Berufsleben gut vereinbaren. Firmen haben dabei ebenfalls Vorteile: Das Fachwissen des bisherigen Mitarbeiters bleibt erhalten und kann weiter genutzt werden, auch wenn sich der oder die Betreffende in Elternzeit befindet.

Die alternierende Telearbeit ist die in der Praxis am häufigsten genutzte Form. Dabei arbeitet der Betreffende abwechselnd im Home Office und in der Firma. Diese stellt einen Büroraum zur Verfügung, der nach Absprache bzw. zu festen Zeiten genutzt werden kann und häufig mit einer zweiten Person zu teilen ist. Auch diese Variante nutzen vor allem junge Eltern gern. Bei der mobilen Heimarbeit wird die gesamte Arbeitszeit an wechselnden Einsatzorten erbracht. Vor allem Vertreter und Kundenbetreuer, aber auch Gutachter und Sachverständige nutzen diese Form. Sie brauchen keinen festen Büroplatz in der Firma, stehen aber über einen unternehmensinternen IT-Anschluss mit Kollegen in Kontakt und können die Infrastruktur des Unternehmens nutzen.

 

Sprechen Sie Ihren Chef gezielt auf den Wunsch nach Leistungserbringung im Homeoffice an. (#03)

Sprechen Sie Ihren Chef gezielt auf den Wunsch nach Leistungserbringung im Homeoffice an. (#03)

Warum gibt es Telearbeit?

Die Antwort auf die Frage, warum es Telearbeit überhaupt gibt, ist gleichzeitig eine Darstellung der Vorteile. Daher könnte die Überschrift auch lauten: Vorteile der Telearbeit.

Unternehmen möchten, dass sich ihre Mitarbeiter wohlfühlen, denn zufriedene Menschen sind motivierter. Ein motivierter Mitarbeiter möchte für sich und seinen Arbeitgeber etwas erreichen, möchte ein Projekt erfolgreich abschließen oder dazu beitragen, die Umsatzzahlen zu verbessern. Nun stellen sich aber das Problem der Vereinbarkeit von Job und Familie und die Frage nach dem Sinn des Arbeitens, wenn für das eigene Leben und die Freizeit keine Zeit mehr übrig ist.

Findige Unternehmer haben daher die Telearbeit erfunden. Mit ihr kann der Erwerbstätige von zu Hause aus produktiv sein und sich die Zeit frei einteilen. Ein angestellter Arbeitnehmer muss teilweise zwar zu festen Zeiten erreichbar sein, ein Selbstständiger hingegen kann auch nachts tätig sein – je nachdem, wann er produktiver und zeitlich besser verfügbar ist. Für Telearbeiter gilt häufig, dass sie ihre Arbeitszeit nicht zwingend voll ausschöpfen müssen – sie müssen hingegen ihre Aufgaben erledigen. Meetings und Geschäftstermine außer Haus müssen zwar dennoch wahrgenommen werden, im Großen und Ganzen bedeutet Telearbeit aber die größtmögliche Freiheit.

Gerade Familien mit kleinen Kindern profitieren – ebenso wie die Firmen, die Mütter oder Väter anstellen. Denn jeder kann im Jahr zehn Tage frei bekommen, weil das Kind krank ist. Wer Kinder hat, weiß aber, dass zehn Tage pro Jahr längst nicht ausreichend sind. Dann müssen andere Regelungen gefunden werden, die in den meisten Fällen zulasten des Jobs gehen. Durch Telearbeit ist es häufig möglich, das kranke Kind selbst zu betreuen und dennoch die Aufgaben zu erledigen. Die Mitarbeiter haben weniger Ausfallzeiten. Für Firmen sind solche Regelungen durchaus ein Aushängeschild, mit dem sie im Vergleich zu anderen Arbeitgebern punkten können.

Telearbeit wurde auch eingeführt, weil damit eine Dezentralisierung stattfinden konnte. Die Menschen müssen nicht mehr teils sehr lange Fahrtwege zur Arbeitsstelle in Kauf nehmen, sondern sie können die eine oder zwei Stunden, die sie bisher fahren mussten, bereits für das Erledigen der Arbeitsaufgaben nutzen. Das bedeutet mehr Freizeit und damit wiederum mehr Zufriedenheit. Vielen Firmen gelingt es dadurch, durch Qualifikation oder Praxiswissen erfahrene und somit unverzichtbare Angestellte langfristig zu binden.

Firmen haben noch mehr Vorteile, wenn nicht alle Kollegen direkt in der Firma zugegen sind, sondern im Homeoffice tätig sind. Sie sparen Kosten für Büroflächen und Arbeitsplatzeinrichtungen. So können sich zwei Mitarbeiter ein Büro und dessen Einrichtung teilen, wenn sie nur stundenweise persönlich anwesend sind. So gelingt es, aus zwei Arbeitsplätzen, Räumen und Ausstattungen eins zu machen.

Versicherungstechnisch unterscheiden sich die einzelnen Telearbeiter – je nachdem, ob sie angestellt oder selbstständig sind. Der Angestellte ist wie üblich über den Arbeitgeber und hier über die Berufsgenossenschaft gesetzlich unfallversichert. (#05)

Versicherungstechnisch unterscheiden sich die einzelnen Telearbeiter – je nachdem, ob sie angestellt oder selbstständig sind. Der Angestellte ist wie üblich über den Arbeitgeber und hier über die Berufsgenossenschaft gesetzlich unfallversichert. (#05)

Was spricht gegen Telearbeit?

Nachteile sind auch bei der Telearbeit vorhanden, auch wenn diese zahlenmäßig geringer als die Vorteile sind. Zum einen müssen ständige Absprachen getroffen werden. Es muss klar sein, welche Ziele zu erreichen sind und wie die Arbeitsaufteilung stattfinden soll. Ohne Absprachen werden Dinge doppelt erledigt oder gar nicht.

Nachteile zeigen sich zudem in der Tätigkeit im Homeoffice – der Erwerbstätige ist hier allein. Eine soziale Bindung besteht nur über die verschiedenen Kommunikationswege. Keine Möglichkeit, mal eben zum Kollegen zu gehen und eine Tasse Kaffee gemeinsam zu trinken. Die Teambildung wird damit erschwert, auch die Identifikation mit der Firma kann weniger einfach bzw. weniger intensiv sein. Vor allem neue Mitarbeiter können nur schwer integriert werden.

Wer zu Hause sitzt, fällt weniger auf – das Arbeiten findet eine geringere Anerkennung. Das muss nicht der Fall sein, möglich ist es aber, dass die persönlichen Leistungen einzelner Angestellter weniger honoriert werden oder überhaupt auffallen. Diese Nachteile sind aber für viele Telearbeiter nicht relevant, wenn es ihnen hauptsächlich darum geht, die Arbeitszeit zu erbringen und dennoch für die Familie da zu sein. In diesem Fall überwiegen die Vorteile eindeutig.

Video:Welche Mitbestimmungsrechte hat der Betriebsrat bei Telearbeit? | Betriebsrat Video

Tipps: Bewerbung und Arbeitsrecht

Das Arbeitsrecht sieht kein Verbot der Telearbeit in bestimmten Fällen vor, doch es ist auch kein grundsätzliches Recht für die Arbeit im Home Office per Gesetz festgehalten. Das heißt, dass jeder eine Bewerbung dafür schreiben und seine Gründe ausführlich darlegen kann. Wenn betriebliche Gründe dieser Arbeitsweise im Wege stehen, kann der Chef den Wunsch ablehnen und ist damit sogar im Recht.
Tipps zur Beantragung:

  • Sprechen Sie Ihren Chef gezielt auf den Wunsch nach Leistungserbringung im Homeoffice an.
  • Je nach Reaktion des Chefs formulieren Sie Ihren Wunsch noch einmal schriftlich (Wenn er allerdings schon mündlich dankend abgewunken hat, können Sie sich das jedoch leider sparen!).
  • Gehen Sie auf das Ausmaß der Arbeit im Home Office ein.
  • Eventuell lassen sich konkret messbare Ziele festlegen und darstellen.
  • Überlegen Sie sich ein Bewertungssystem, wie die Arbeitsergebnisse kontrolliert und bewertet werden können.
  • Vereinbaren Sie regelmäßige Gespräche und Erfolgskontrollen.
  • Bieten Sie die Telearbeit auf Probe an.
  • Stellen Sie die Vorteile möglichst objektiv dar und versuchen Sie, die Nachteile zu entkräften.

Allerdings sei auch gesagt, dass es einfach Jobs gibt, in denen ist keine Telearbeit möglich. Wenn Sie Kunden betreuen müssen, die direkt im Büro vorbeischauen, können Sie diese schlecht zu sich nach Hause bestellen. Auch dann, wenn Teamarbeit unbedingt vonnöten ist, gibt es kaum eine Möglichkeit der Arbeit von zu Hause aus. Das geht höchstens dann, wenn Sie wenigstens teilweise anwesend sind, was auf die alternierende Variante hinausläuft. Stellen Sie sich vor der Beantragung daher die Frage: Wer kann Telearbeit machen?

Heimarbeit kommt für alle die infrage, die angestellt mit größtmöglichem Freiraum oder gänzlich selbstständig tätig sein wollen. Selbstständige Grafiker, Werbetexter, Texter, Übersetzer, Lektoren oder Korrektoren sind Beispiele dafür, sie alle können den Kundenkontakt gänzlich über das Internet laufen lassen und Telefonabsprachen treffen. Freiberufler und Gewerbetreibende können von daheim aus zu Kunden fahren oder Termine mit Geschäftspartnern wahrnehmen – das eigene Büro im herkömmlichen Sinne ist nicht zwingend nötig.

home office und Telearbeit – Wie viel Bandbreite wird benötigt?

Wie sieht ein Telearbeitsplatz aus?

In Zeiten von WLAN ist der Telearbeitsplatz nicht zwingend an einem Schreibtisch im Arbeitszimmer zu finden. Telearbeiter können auch den Küchentisch nutzen, setzen sich irgendwo in den Garten, in den Park oder werkeln vom Hotel aus, wenn sie einen Ausflug unternommen haben. Kurz: Sie können überall produktiv sein, wo Sie einen Internetanschluss nutzen können. Das Arbeiten von unterwegs aus wird durch das Tablet zusätzlich erleichtert.

Wichtig ist, neben dem schnellen Internetanschluss auch die weiteren Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung zu haben. Ein Festnetztelefon – viele Kunden möchten nicht auf einer Handynummer anrufen. Dazu das Smartphone, das idealerweise über WhatsApp verfügt (immer mehr Kunden schicken Bilder und Dateien über dieses soziale Netzwerk) und das Tablet, damit bei Kundenpräsentationen nicht gleich der komplette Laptop mitgenommen werden muss. Daheim nutzen Sie einen festen Rechner oder ein Notebook – beides sollte in angemessener Größe vorhanden sein, damit die vielen Stunden davor nicht allzu augenschädlich werden.

Natürlich brauchen Sie auch die üblichen Peripheriegeräte wie Drucker, Kopierer und Fax. Sie benötigen Platz für Ordner und Unterlagen, also zumindest einen kleinen Aktenschrank. Der Telearbeitsplatz unterscheidet sich also nicht grundlegend von einem üblichen Büroarbeitsplatz, was allerdings von der Art der Arbeit abhängt.

In Zeiten von WLAN ist der Telearbeitsplatz nicht zwingend an einem Schreibtisch im Arbeitszimmer zu finden. Telearbeiter können auch den Küchentisch nutzen, setzen sich irgendwo in den Garten, in den Park oder werkeln vom Hotel aus, wenn sie einen Ausflug unternommen haben. (#06)

In Zeiten von WLAN ist der Telearbeitsplatz nicht zwingend an einem Schreibtisch im Arbeitszimmer zu finden. Telearbeiter können auch den Küchentisch nutzen, setzen sich irgendwo in den Garten, in den Park oder werkeln vom Hotel aus, wenn sie einen Ausflug unternommen haben. (#06)

Telearbeit und Versicherungen

Versicherungstechnisch unterscheiden sich die einzelnen Telearbeiter – je nachdem, ob sie angestellt oder selbstständig sind. Der Angestellte ist wie üblich über den Arbeitgeber und hier über die Berufsgenossenschaft gesetzlich unfallversichert. Auch wenn bei ihm keine oder nur wenige Fahrten und Wege zur Arbeit anfallen, besteht bei diesen doch der Versicherungsschutz. Passiert ein Unfall zu Hause, so muss allerdings geklärt werden, ob er im beruflichen Zusammenhang steht oder ob ein privater Vorfall die Ursache war. Diese Frage stellt sich bei jemandem, der stets im Büro arbeitet, natürlich nicht. Hier sind – zumindest in der Regel – keine privaten Wege zu berücksichtigen.

Bei einem Freiberufler oder Selbstständigen sieht die Sache anders aus. Er ist für seine Versicherungen selbst zuständig, egal, ob er daheim oder von einem Büro in der Innenstadt aus tätig ist. Das heißt, der Selbstständige muss eine Unfallversicherung abschließen, die allerdings ebenfalls über die zuständige Berufsgenossenschaft laufen kann. Dazu eine Berufshaftpflichtversicherung, denn er haftet für alle Schäden, die durch seine Arbeit entstehen, selbst. Bei einem Angestellten ist es der Arbeitgeber, der die Haftung trägt, diese aber gegebenenfalls gegenüber seinem Angestellten geltend machen kann.

Wer nun also überlegt, was bei der Telearbeit zu beachten ist, sollte den Aspekt der Versicherungen unbedingt ganz weit oben auf die Liste der wichtigen Dinge stellen. Dazu kommt die Büroausstattung, wobei einem ergonomischen Tisch und Stuhl ebenfalls Beachtung geschenkt werden sollte. Sollten Sie bei Ihrer Tätigkeit im Homeoffice längere Zeit hinter dem Schreibtisch sitzen, sollte dieser die gleichen Anforderungen erfüllen wie ein Modell, welches am Büroarbeitsplatz in der Firma genutzt wird.

Video:Was ist eigentlich… Telearbeit

Kommt Telearbeit für mich infrage?

Die Arbeitsweise im Homeoffice klingt erst einmal verlockend. Doch jeder sollte sich vor der Beantragung bzw. Bewerbung um eine solche Stelle die Frage stellen, ob diese Art der Arbeit wirklich geeignet ist. Auch wenn auf den ersten Blick die Ruhe daheim toll ist und jeder (endlich) konzentriert arbeiten kann – früher oder später kommt der Punkt, an dem der Austausch mit Kollegen wünschenswert ist. Dabei muss es nicht einmal um fachliche Diskussionen gehen, einfach ein zwischenmenschlicher Kontakt wird gebraucht. Nicht alle Telearbeiter haben Kinder, die sie aus der Einsamkeit des Arbeitens reißen oder einen Partner, der immer wieder zu Hause ist.

Wer tatsächlich ganz allein im Haus arbeitet, wird sich schnell recht einsam fühlen und den Büroarbeitsplatz zu schätzen wissen. Auch die Kollegen, die immer wieder mal die Nase zur Tür hineinstecken und ein paar belanglose Worte haben. Allerdings ist der Aspekt der sozialen Isolation auch von der Art der Tätigkeit abhängig: Wenn Sie täglich Kundengespräche führen oder einen Telefonsupport anbieten, scheint die Ruhe daheim wieder einmal sehr verlockend.
Telearbeit kommt für Sie infrage, wenn:

  • Sie allein arbeiten können und wollen.
  • Sie ohne persönlichen Kontakt zu Kollegen während Ihrer Tätigkeit auskommen.
  • der Fahrtweg zur Firma sehr lang wäre.
  • Sie das Zeitmanagement beherrschen.
  • Sie sich selbst motivieren können.
  • Ihre Familie Verständnis für Ihre Tätigkeit hat.
  • Sie Privates und Berufliches trennen können.
  • Sie am Ende des Tages wirklich von der Arbeit abschalten können.
  • Sie für die eigene Motivation nicht zwingend auf Anerkennung durch Chef oder Kollegen angewiesen sind.

Natürlich sollten auch einige räumliche Voraussetzungen gegeben sein, zumindest sofern Sie ein Arbeitszimmer oder eine Arbeitsnische nutzen wollen. Hier sollte ausreichend Platz vorhanden sein, auch Stauraum ist gefragt. Leitungen und Anschlüsse müssen im erforderlichen Maße gegeben sein, diese dürfen außerdem unter der zusätzlichen Leistung nicht zusammenbrechen. Sofern Sie mit vertraulichen Informationen zu tun haben, sollten diese sicher aufzubewahren sein. Außerdem ist es sinnvoll, daheim mit der gleichen Software wie im Büro zu arbeiten, sodass es keine Kompatibilitätsprobleme gibt.

Fazit: Angehende Telearbeitskräfte sollten einige wichtige Dinge bedenken, ehe sie sich in das Abenteuer „Homeoffice“ stürzen. Die persönlichen Voraussetzungen müssen ebenso gegeben sein wie die räumlichen. Leider werden beide Punkte nur allzu häufig missachtet, wodurch schon zahlreiche dieser Vorhaben gescheitert sind.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Olimpik -#01: Zivica Kerkez-#02:  Stasique-#03: Rido -#04: Africa Studio -#05:VGstockstudio

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Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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